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Storage & Backup – Fundament für verfügbare und geschützte Daten

Diese Seite vertieft den Bereich Storage & Backup der zentralen IT-Wiki von allskills Training. Sie richtet sich an Administrator.innen, IT-Verantwortliche und Projektleiter.innen, die Storage-Technologien verstehen und zuverlässige Backup- und Recovery-Konzepte aufbauen möchten. Im Fokus stehen grundlegende Speicherarchitekturen (DAS, NAS, SAN, SDS), Backup-Methoden, RPO/RTO, Snapshots, Replikation und Desaster-Recovery.

Ziele und Nutzen von professionellem Storage & Backup

Ein durchdachtes Storage- und Backup-Design ist entscheidend für Verfügbarkeit, Performance und Datenschutz Ihrer IT-Services. Wer diese Grundlagen beherrscht, kann:

  • passende Storage-Technologien für unterschiedliche Workloads auswählen (z. B. Datenbanken, Fileservices, Virtualisierung)
  • Risiken durch Hardwareausfälle, Cyberangriffe oder Fehlbedienung gezielt reduzieren
  • RPO und RTO definieren und erreichen, also Datenverlust- und Wiederanlaufzeiten planbar machen
  • Compliance- und DSGVO-Anforderungen besser erfüllen

Storage-Grundlagen: DAS, NAS, SAN & SDS

Zu den wichtigsten Speicherarchitekturen gehören:

  • DAS (Direct Attached Storage): direkt mit einem Server verbunden, geeignet für einzelne Systeme oder kleine Umgebungen.
  • NAS (Network Attached Storage): dateibasierter Speicher im Netzwerk, ideal für File-Services und gemeinsame Ablagen.
  • SAN (Storage Area Network): blockbasierter Speicher über ein spezielles Netzwerk (z. B. Fibre Channel, iSCSI) für performante, hochverfügbare Umgebungen.
  • SDS (Software Defined Storage): abstrahiert physische Storage-Ressourcen per Software, ermöglicht flexible, oft clusterbasierte Speicherpools.

Festplattentechnologien, Tiering & Performance

Die Leistungsfähigkeit von Storage-Systemen hängt stark von den eingesetzten Medien und der Architektur ab.

  • HDD, NL-SAS, SAS, SSD, NVMe haben unterschiedliche Kosten-, Kapazitäts- und Performance-Profile.
  • Konzepte wie RAID, Pooling, Storage-Tiering, SSD-Cache und Deduplizierung helfen, Performance und Kosten auszubalancieren.
  • Für kritische Anwendungen sind IOPS, Durchsatz und Latenz zentrale Kennzahlen.

Backup-Grundlagen: Strategien, Medien und Ziele

Backup schützt Daten vor Verlust, Beschädigung und rechtlichen Risiken. Wichtige Bausteine:

  • Strategien: Vollbackup, inkrementelles und differentielles Backup – jeweils mit eigenen Vor- und Nachteilen.
  • Medien: Festplatte, Band/Tape, Cloud-Backup, Objekt-Storage; oft kombiniert als 3‑2‑1-Strategie.
  • Schutzumfang: Dateien, virtuelle Maschinen, Datenbanken, Applikationen, NAS-Systeme, SaaS-Dienste.

RPO, RTO und Backup-Design

Ein professionelles Backup- und Recovery-Konzept basiert auf klar definierten Zielen:

  • RPO (Recovery Point Objective): maximal tolerierter Datenverlust in Zeit, z. B. „bis zu 4 Stunden“.
  • RTO (Recovery Time Objective): maximal tolerierte Wiederherstellungszeit eines Systems oder Services.
  • Je niedriger RPO/RTO, desto dichter das Backup-Intervall und desto aufwendiger die Infrastruktur (z. B. Replikation, HA, Hot-Standby).

Snapshots, Replikation & Hochverfügbarkeit

Moderne Storage-Systeme und Virtualisierungsplattformen nutzen zusätzliche Schutzmechanismen:

  • Snapshots: zeitpunktgenaue Abbilder von Daten oder VMs, ideal für schnelle Rollbacks und Tests.
  • Replikation: synchrone oder asynchrone Spiegelung von Daten auf ein zweites System oder Rechenzentrum.
  • Hochverfügbare Lösungen: Multipathing, Cluster, Failover-Mechanismen im SAN- und SDS-Umfeld.

Backup für virtuelle Umgebungen und Cloud

Virtualisierte und cloudbasierte Workloads erfordern angepasste Sicherungskonzepte:

  • Sicherung kompletter VMs inkl. Konfiguration und angehängtem Storage (Image-Backup).
  • Applikationskonsistente Backups für Datenbanken, Groupware und geschäftskritische Systeme.
  • Sicherung von Hypervisor-Plattformen (z. B. VMware, Hyper‑V, Proxmox) sowie Cloud-Workloads und SaaS-Daten.

Desaster-Recovery & Tests

Ein Backup-Konzept ist nur so gut wie die regelmäßig geprüfte Wiederherstellung.

  • Planung von Desaster-Szenarien und Notfallhandbüchern.
  • Aufbau von Offsite- oder Cloud-DR-Standorten, z. B. über Replikation und regelmäßige Volltests.
  • Dokumentierte und geübte Wiederanlaufprozesse für kritische Services.

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