Wiki > Virtualisierung & Private Cloud > Allgemeine Begriffe zu Virtualisierung, VDI und IT-Security
Allgemeine Begriffe zu Virtualisierung, VDI und IT-Security
Diese Seite erklärt wichtige Grundbegriffe rund um Virtualisierung, Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und IT-Security und verlinkt auf vertiefende Detailartikel. Sie dient als Glossar- und Einstiegsseite für Administratoren, IT-Entscheider und Security-Verantwortliche.
Grundlagen Virtualisierung
Virtualisierung
Virtualisierung bezeichnet das Bereitstellen von IT-Ressourcen wie Servern, Speicher oder Netzwerken als virtuelle Instanzen, die von der physischen Hardware abstrahiert sind. Ziel ist eine bessere Auslastung, höhere Flexibilität und einfachere Verwaltung von IT-Infrastrukturen.
Hypervisor
Ein Hypervisor ist die Software-Schicht, die mehrere virtuelle Maschinen auf einer physischen Hardware betreibt und deren Ressourcen wie CPU, RAM und Storage verteilt. Man unterscheidet typischerweise zwischen Bare-Metal-Hypervisoren (direkt auf der Hardware) und Hosted-Hypervisoren (auf einem bestehenden Betriebssystem).
Virtuelle Maschine (VM)
Eine virtuelle Maschine ist ein logisch isoliertes Gastsystem mit eigenem Betriebssystem und Anwendungen, das auf einem Hypervisor läuft. Aus Sicht des Betriebssystems verhält sich eine VM wie ein „normaler“ Server, teilt sich aber physische Ressourcen mit anderen VMs.
Begriffe zu VDI (Virtual Desktop Infrastructure)
VDI – Virtual Desktop Infrastructure
VDI bezeichnet den Ansatz, Benutzer-Desktops zentral im Rechenzentrum oder in der Cloud als virtuelle Maschinen zu betreiben. Anwender greifen per Thin Client oder Remote-Protokoll darauf zu, während Daten und Anwendungen zentral verwaltet und gesichert werden.
Thin Client
Ein Thin Client ist ein schlankes Endgerät mit minimaler lokaler Rechenleistung, das hauptsächlich dazu dient, Verbindungen zu virtuellen Desktops oder Anwendungen herzustellen. Die eigentliche Rechenarbeit erfolgt dabei im Rechenzentrum oder in der Cloud.
Remote-Display-/Remoting-Protokoll
Remote-Display-Protokolle übertragen Bildschirminhalte, Tastatureingaben und Mausbewegungen zwischen virtuellem Desktop und Endgerät. Sie sind entscheidend für Performance und Nutzererlebnis, insbesondere bei Grafik, Latenz und Bandbreite.
Begriffe zu IT-Security in virtualisierten Umgebungen
Virtualization Security
Virtualization Security umfasst alle Sicherheitsmaßnahmen, die Hypervisor, Management-Ebene, virtuelle Maschinen und virtuelle Netzwerke vor Angriffen schützen. Dazu gehören Härtung, Zugriffssteuerung, Segmentierung, Monitoring und ein kontrollierter Lifecycle von VMs.
Mikrosegmentierung
Mikrosegmentierung ist ein Sicherheitskonzept, bei dem Netzwerkzugriffe sehr fein granular zwischen einzelnen Workloads (z. B. VMs oder Containern) gesteuert werden. Statt eines großen „vertrauenswürdigen“ Netzes entstehen viele kleine Zonen mit minimalen, klar definierten Regeln.
Zero Trust
Zero Trust ist ein Sicherheitsansatz, bei dem grundsätzlich kein Nutzer, System oder Netzwerksegment automatisch vertraut wird – jede Anfrage wird überprüft („never trust, always verify“). In virtualisierten Umgebungen bedeutet das u. a. starke Authentifizierung, strikte Policies und konsequente Protokollierung.
Organisation, Rollen und Compliance
Rollenmodell
Ein Rollenmodell definiert, welche Personen oder Teams für Betrieb, Security, Netzwerk und Anwendungen zuständig sind. Es sorgt dafür, dass Konfigurationen, Freigaben und Überprüfungen nachvollziehbar und nach dem Vier-Augen-Prinzip erfolgen.
BSI-Grundschutz
Der BSI-Grundschutz ist ein vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik definiertes Rahmenwerk mit Bausteinen und Maßnahmen für Informationssicherheit. Für Virtualisierung beschreibt er u. a. Anforderungen an sichere Planung, Betrieb, Härtung und Überwachung von Virtualisierungsservern.
Passende Schulungen zu «Allgemeine Begriffe zu Virtualisierung, VDI und IT-Security»
| Seminartitel | Kurs-ID | Beschreibung | Dauer (Tage) | Termine |
|---|---|---|---|---|
| Citrix Virtual Apps and Desktops (XenApp/XenDesktop) 7 2507 LTSR Administration On-Premises | XenKA | Grundlagentraining für alle Citrix Virtual Apps and Desktops-Einsteiger oder Teilnehmer mit praktischen Kenntnissen, aber noch unvollständig. | 4 |
|
| Citrix Virtual Apps and Desktops (XenApp/XenDesktop) 7 2507 LTSR Administration On-Premises and Cloud | XenA | Grundlagenkurs für alle Citrix Virtual Apps and Desktops-Einsteiger oder Teilnehmer mit praktischen Kenntnissen, aber noch unvollständig. | 5 |
|
| Citrix Virtual Apps and Desktops (XenApp/XenDesktop) 7 2507 LTSR Administration On-Premises und Provisioning | XenAP | Grundlagenkurs für alle Citrix Virtual Apps and Desktops-Einsteiger.innen oder Teilnehmende mit praktischen aber noch unvollständigen Kenntnissen und dem Bedarf an Provisioning. | 5 |
|
| Citrix Virtual Apps and Desktops (XenApp/XenDesktop) 7 2507 LTSR Advanced Administration | XenAA | Aufbaukurs für Teilnehmende, welche den Administrationskurs besucht haben und weitere Funktionen, Tipps usw. kennenlernen möchten. | 5 |
|
| Citrix Virtual Apps and Desktops (XenApp/XenDesktop) 7 2507 LTSR New Features | XenNF | In diesem Training lernen Sie die neuen Funktionen von Citrix Virtual Apps and Desktops kennen und das System zu administrieren. | 3 |
|
| Configuring and operating Windows Virtual Desktop on Microsoft Azure | MOC_AZ-140T00 | In diesem Kurs lernen Azure-Administratoren, wie sie virtuelle Desktopumgebungen und Remote-Apps für beliebige Geräte in Azure planen, bereitstellen und verwalten. | 4 | Anfrage stellen |
| Omnissa (VMware) Horizon 8 Installation, Konfiguration und Verwaltung | VMVDI | Sie lernen in diesem Training die Grundlagen des Horizon Systems und dessen Verwaltung kennen. | 4 |
|
